Blog-Empfehlung: 20 Tipps zum Bildaufbau in der Fotografie

Bildaufbau - Drittelregel und führende Linien

Der gezielte Bildaufbau ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen einem Schnappschuss und einer Fotografie. Das soll nicht heißen, dass Schnappschüsse „verboten“ sind – manchmal ist das Einfangen eines kurzen Moments viel wichtiger als das „Drumherum“. In der Regel hat man jedoch die Zeit, sich ein paar Gedanken darüber zu machen wie man das angepeilte Motiv schön in Szene setzen kann. Wir kennen alle die typischen Urlaubsbilder: Horizont und/oder Person in der Bildmitte. Ich gebe zu, ich habe in der Vergangenheit auch schon viele von der Sorte produziert. Und wir wissen auch alle, wie langweilig diese Bilder meistens sind.

Jetzt gibt es natürlich auch zum Thema Bildaufbau mehr als genug Literatur – man kann buchstäblich ganze Vorlesungen darüber halten. Und genau das ist auch wieder das Problem: Sucht man danach im Internet, findet man oft seitenweise Texte die sich in Details und kunsthistorischen Zusammenhängen verlieren, ohne jedoch anschauliche Beispiele zu liefern. Oder es werden jeweils isoliert nur einzelne Aspekte betrachtet, wie etwa die Drittelregel.

Umso glücklicher war ich daher, als ich auf den Blog von Barry O Carroll gestoßen bin. Neben den Bildergalerien von seinen Reisen hat er auch eine Reihe von Guides geschrieben und dort veröffentlicht. Allen voran der Beitrag „Guide to Composition in Photography – 20 Tips„. Dort stellt er in einer gut strukturierten Übersicht die wesentlichen Regeln des Bildaufbaus vor – allesamt mit anschaulichen Bildbeispielen und einem kurzen(!) Text. Einfach auf den Punkt gebracht – besser kann man es nicht mehr machen.

Dabei gilt: Diese Regeln sind keine Gesetze, an die man sicher jederzeit akribisch halten muss. Sie sind eher als Inspiration gedacht wie man seine Bilder interessanter gestalten kann. Hat man sie verinnerlicht, und schaut sich dann berühmte Fotografien an, wird man viele dieser Gestaltungsmuster schnell wieder erkennen.

INFORMATIONEN AUF DEUTSCH

Barrys Blog ist natürlich auf Englisch – aber auch wenn Ihr in dieser Sprache nicht so sicher seid, schaut Euch die 20 Tipps auf jeden Fall an. Viele der Illustrationen sprechen schon für sich. Ich habe mich dennoch bemüht auch eine vergleichbare Seite mit deutschem Text zu finden. Den meiner Meinung nach besten Treffer dazu findet Ihr bei Frank Salomo auf seiner Seite fuenfzigmillimeter.de unter dem Titel „Motivanordnung und Bildaufbau„.


FAZIT

Empfehlung: Unbedingt anschauen!

Was ich gelernt habe: Grau ist alle Theorie, Bilder sagen mehr als 1.000 Worte – hier gibt es kurz und knapp zusammengefasst und fantastisch aufbereitet jede Menge Anregungen zur Gestaltung der eigenen Fotos. Die Beispiel-Fotos mit den aufgebrachten Linien und Markierungen zeigen jeweils sehr gut, wie und warum die jeweilige Regel funktioniert.


LINKS

Bildnachweis: Titelbild: eigene Aufnahme

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