In eigener Sache: Systementscheidung – Warum Canon APS-C?

Canon 760D

Als Fotografie-Einsteiger oder Umsteiger ist die größte Frage, die sich einem stellt, die nach dem System: Kompaktkamera oder eine mit Wechselobjektiven? Spiegelreflex oder Systemkamera? Micro-Four-Thirds, APS-C oder Vollformat? Alles davon hat seine Daseinsberechtigung, seine speziellen Stärken, aber auch eben seine eigenen Schwächen – es gibt nicht die „eine für alles“. Natürlich gibt es Allround-Kameras, die in allem gut sind – sich dann aber in einzelnen Disziplinen doch jeweils den Spezialisten geschlagen geben müssen.

Erst an zweiter Stelle kommt die Marke. Die technischen Unterschiede zwischen vergleichbaren Kameras verschiedener Hersteller sind heute so gering, dass die Wahl hier oft subjektiv ausfällt: Mit welchen Bedienelementen und welcher Menüführung komme ich besser zurecht? Welche Kameras habe ich früher besessen? Um eine gute Entscheidung treffen, muss man sich einer zentralen Frage stellen:

Was will ich fotografieren? 

Kalender 2018

Mit all diesen Überlegungen habe ich mich schon einmal beschäftigt, als ich mich vor zwei Jahren für meine aktuelle Ausrüstung entschieden habe. Nun, da ich darüber nachdenke, auf eine Kamera mit größerem Funktionsumfang zu wechseln, sind diese Fragen wieder hochaktuell.

ENTDECKE DIE MÖGLICHKEITEN

Es gibt innerhalb der Fotografie so viele verschiedene Teilgebiete, die alle ihren eigenen Anforderungen haben. Die folgende – stark vereinfachte – Liste soll einen kleinen Eindruck typischer Kriterien geben:

  • Landschaften – großer Dynamikumfang
  • Portraits – möglichst geringe Schärfentiefe
  • Nachtaufnahmen – gute Bildqualität (wenig Rauschen) auch bei sehr hohen ISO-Werten
  • Wildlife – hohe Reichweite mit Teleobjektiven
  • Allrounder – große Auswahl an Objektiven
  • Reise – geringes Gewicht, kompakte Maße
  • Video – guter Video-Autofokus, Anschlüsse für Peripherie

Dabei wird klar, dass sich einige dieser Kriterien gegenseitig ausschließen: Für klassische Portraits mit minimaler Schärfentiefe brauche ich eine Vollformat-Kamera mit großer Offenblende. Eine Canon 5D Mark IV wiegt mit dem Kit-Objektiv schon fast 1,5kg; mit einem Portrait-Objektiv wie dem 70-200mm ƒ/2.8 sind es deutlich über 2kg. Im Fotostudio mag das keine Rolle spielen, aber bei einer Wanderung überlegt man sich schon, ob man das mitschleppen will. Eine Sony RX100 III hingegen wiegt nur 300g, ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel, und wird dennoch von vielen Fotografen als sehr gute Reisekamera empfohlen. Dafür hat sie anderswo ihre Grenzen.

Für Nachtaufnahmen eignet sich am besten ein großer Sensor mit niedriger Auflösung, so dass jedes Pixel viel Licht einfangen kann – wie zum Beispiel die Sony A7S, eine Vollformat-Kamera mit lediglich 12 Megapixeln, aber überragender Leistung in dunklen Umgebungen. Für Wildtiere hingegen nehme ich lieber einen kleineren Sensor, um mit den Teleobjektiven durch den engeren Bildausschnitt eine noch größere Reichweite zu haben – eine Canon 80D hat 24 Megapixel und durch den Formatfaktor von 1,6 erhalte ich mit einem 300mm-Objektiv denselben Bildausschnitt wie bei 480mm am Vollformat.

Die Frage darf also nicht lauten: Welche Kamera ist die beste? Sondern: Welche Kamera ist für mich die beste?

Alles gepackt für den nächsten Foto-Ausflug
Alles gepackt für den nächsten Foto-Ausflug

WARUM ICH MICH DAMALS FÜR CANON APS-C ENTSCHIEDEN HABE…

Mit Blick auf das anstehende Upgrade lohnt es sich natürlich, darüber noch einmal nachzudenken. Vor allem mit der Frage: Was hat sich seitdem geändert? Wesentliche Erkenntnis von damals: ich bin am ehesten ein Allrounder. Ich habe kein ausgesprochenes Spezialgebiet, sondern fotografiere, was mir Spaß macht: Landschaften, aber auch Leute auf Veranstaltungen. Mal Nachtaufnahmen, mal Tiere. Mal kleine Details, mal das große Ganze. Ich will eine gute Bildqualität, aber die Kamera auch mal einen ganzen Tag mitnehmen können, ohne dass sie zum buchstäblichen Klotz am Bein wird.

Ich habe mich damals nach reiflicher Überlegung für die Canon 760D entschieden. In meinem Blog-Beitrag zur Kamera habe ich ausführlich beschrieben, warum. Und ich habe diese Entscheidung bis heute nie bereut.

Ausschlaggebend waren unter anderem Punkte wie der dreh- und klappbare Touchscreen, die (für mich) intuitive Bedienung, und vor allem die große Auswahl an Objektiven verschiedener Hersteller. Letztlich spielte natürlich auch der Preis eine Rolle. Die 760D hat meine Erwartungen voll erfüllt, und ich habe mir ihr viele sehr schöne Fotos machen können – weit über das hinaus, was ich mir anfangs überlegt hatte.

Natürlich habe ich in den zwei Jahren auch sehr viel dazu gelernt, und mit dem Können wachsen auch die Ansprüche. Daher habe ich mir in den letzten Monaten immer wieder die Frage gestellt: Ist eine Kamera wie die 760D immer noch die für mich beste Kamera?

…UND WARUM ICH JETZT ENTSCHIEDEN HABE, DABEI ZU BLEIBEN

Im Laufe der Zeit habe ich mir eine Anzahl Objektive verschiedenster Hersteller (Canon, Sigma, Tamron, Tokina, Samyang…) zugelegt. Um den finanziellen Aufwand eines Upgrades im Rahmen zu halten war klar, dass ich bei einer Canon-Kamera bleibe. Daher kamen daher nur drei Alternativen infrage: Spiegellos, Vollformat oder ein APS-C Upgrade.

Spiegellose Kamera sind zweifelsohne immer stärker im Kommen, nicht zuletzt weil der Autofokus im Live-View – bisher die Achillesferse dieses Systems – immer besser wird. Auch für mich hätte so eine Kamera Vorteile: Durch den elektronischen Verschluss lassen sich zum Beispiel die vielen tausend Einzelbilder eines Zeitraffer verschleißfrei aufnehmen, und Fokus-Peaking erleichtert das manuelle Fokussieren. Das Problem hier sind die Objektive. Theoretisch lassen sich meine Objektive, mit entsprechenden Adaptern, auch an einer Canon EOS M5 nutzen. Erfahrungsberichte aus vielen Quellen zeigen aber, dass es dabei immer wieder Probleme mit dem Autofokus gibt, vor allem bei weit offener Blende oder schlechten Lichtverhältnissen, und dass sich auch nicht jeder Adapter mit jedem Objektiv verträgt. Es gibt natürlich auch Objektive direkt für spiegellose Kameras – das würde aber erneute Investitionen bedeuten. Auch die begrenzte Akkulaufzeit der meisten spiegellosen Kameras ist für mich ein Faktor. Und zuletzt noch ein ganz irrationaler Grund: das Gefühl, eine „richtige“ Kamera in der Hand zu halten und das Klacken des Spiegels gehören für mich zum Fotografieren einfach dazu. Kurz gesagt, meine Zukunft ist (noch) nicht spiegellos.

Bleibt also Vollformat. Mit dem Erscheinen der aktuellen Canon 6D Mark II war die Versuchung schon recht groß, in diese Richtung zu gehen. Also habe ich mir eine Liste geschrieben und eine Gegenüberstellung gemacht: Was sind die Gesamtkosten für den Umstieg auf Vollformat gegenüber einem Upgrade mit APS-C, und welche Vorteile bringt mir das?

Auf der „Haben“-Seite standen dabei realistische (über verschiedene Quelle hinweg abgeglichene) Verkaufspreise für die aktuelle Kamera und alle Objektive, die rein für APS-C geeignet sind, wie etwa mein aktuelles „Immerdrauf„. Auf der „Soll“-Seite dementsprechend die Kosten für die neu anzuschaffende Kamera und die passenden, wieder zu ergänzenden Objektive. Für das APS-C Upgrade kam hier nur die Preisdifferenz der Kameras zum Tragen.

Unter dem Strich würde mich der Umstieg auf Vollformat rund 1.500,- € mehr kosten, vor allem der Objektive wegen. Bleibt die Frage: Ist es mir das wert?

Die Überschrift hat es schon verraten: nein, das ist es nicht. Denn der Abstand zwischen APS-C und Vollformat ist durch Profi-Objektive wie das 50-100mm ƒ/1.8 von Sigma deutlich geschrumpft, so dass inzwischen auch mit einer „kleinen“ Spiegelreflex sehr gute Portraits und Nachtaufnahmen möglich sind. Natürlich bleibt da noch ein Unterschied. Aber die Fälle, wo dieser für mich relevant wäre, sind so selten, dass es sich am Ende einfach nicht rechnet. Zumal der Umstieg auch Nachteile hätte: Eine Canon 5D mit Kit-Objektiv ist in jeder Dimension (Breite, Höhe, Tiefe) zwei Zentimeter größer als die 760D mit dem Immerdrauf – und um mehr als die Hälfte schwerer. Was nutzt mir eine tolle Kamera, wenn ich sie nicht mitnehme, weil sie zu unhandlich ist?

Ich bleibe also bei Canon APS-C Spiegelreflex. Das ist für mich der ideale Kompromiss aus Größe, Flexibilität, Funktionsumfang und Bildqualität. Wenn im Frühjahr 2018 der Nachfolger der Canon 80D auf den Markt kommt, wie aktuell gemutmaßt wird, dann werde ich mir diese Kamera sehr genau anschauen. Die wesentlichen Gründe für das angestrebte Upgrade sind schnell genannt: deutlich größerer Funktionsumfang und stark verbesserter Autofokus. Bis dahin habe ich sicherlich noch viel Freude an meiner 760D und den Fotos, die ich damit mache.

Ich hoffe, diese Überlegungen waren auch für Euch hilfreich.

– Jochen =8-)


LINKS

Bildnachweis: Alle Bilder – eigene Aufnahmen

In eigener Sache: Meine Fotowand 2017

Fotowand 2017

Mit dem Fotografieren ist es wie mit vielem anderen auch: Man entwickelt sich weiter, indem man sich Ziele setzt, Aufgaben stellt, Herausforderungen angeht, Dinge macht, die man bisher – zumindest so – noch nicht gemacht hat. Also frage ich mich: Was will ich fotografieren? Was muss ich dafür tun? Und dann: Was hat geklappt – und was nicht?

Um für mich dabei den Überblick zu behalten nutze ich eine Anregung von Stephan Wiesner: Die Fotowand. Meine eigene Fotowand für 2017 möchte ich hier mit Euch teilen – und Euch dann natürlich auch nach und nach von der Umsetzung berichten.

BLICK ZURÜCK

Wenn ich so zurückdenke, wie sich das Fotografieren für mich entwickelt hat, gibt es da bis jetzt drei Phasen: Zuerst habe ich eigentlich nur geknipst – ich habe, ohne dabei viel zu überlegen, dokumentiert, wo ich war und was ich erlebt habe. Gelegentlich waren da auch ein paar richtig gute Fotos dabei, die mir auch heute noch sehr gefallen, aber damals waren das eher Zufallstreffer.

Dann kam die Zeit in der ich angefangen habe, mir über die Bilder mehr Gedanken zu machen: die passende Wahl des Bildausschnitts, das Hauptmotiv in seiner Umgebung bzw. Hintergrund, die Lichtverhältnissen etc. Ich wurde wählerischer bei den Aufnahmen. Ich habe nicht mehr einfach alles fotografiert, sondern mir die Sachen herausgesucht, die mich besonders interessieren. Und ich habe auch mal ein Foto bewusst nicht gemacht, wenn zum Beispiel das Licht so gar nicht gestimmt hat. Es ging aber immer noch nach dem Motto „Ok, jetzt bin ich hier, mal schauen was ich für Fotos machen kann“.

Damit sind wir bei Phase drei, wo genau das herumgedreht wird. Jetzt sage ich mir: Ich will dieses Bild machen, wo muss ich dafür hin? Wann muss ich dort sein? Das Foto wird so zum Ziel eines Ausflugs oder Nachmittags und nicht mehr nur bloße Folge davon. Das erfordert Planung, nicht nur beim Wann und Wo, sondern auch: Welche Ausrüstung nehme ich mit? Welches Objektiv? Brauche ich ein Stativ, einen Graufilter, einen Fernauslöser, einen Blitz…?

Wenn ich eine Idee für ein Bild habe, dann suche ich nach Anleitungen, Vorbildern im Netz, hole mir Anregungen, und dann geht es raus und es wird ausprobiert. So habe ich im vergangenen Jahr einige sehr schöne Bilder hinbekommen, die ich so 2015 ganz sicher noch nicht gekonnt hätte. Und 2017 möchte ich diese Messlatte weiter anheben.

FOTOWAND 2017

NACHTAUFNAHME / LANGZEITBELICHTUNG: SYKLINE

Nachtaufnahmen fand ich schon immer reizvoll, gerade auch in Großstädten. Jetzt habe ich, was das angeht, das Glück, in der Nähe von Frankfurt zu wohnen. Dort hat man in der Kombination aus Main und Skyline einige schöne Motive zur Auswahl. Ich habe mich an diesem Bild im vergangenen Jahr schon einige Male probiert, aber bislang habe ich es noch nicht so hinbekommen, wie ich mir das vorstelle.

Den richtigen Standpunkt für mein Foto weiß ich inzwischen: auf der Flößerbrücke. Dort hat man die bei Dunkelheit schön beleuchtete Ignaz-Bubis-Brücke im Vordergrund und dann die Skyline des Bankenviertels dahinter.

Foto-Skizze: Skyline zur blauen Stunde
Foto-Skizze: Skyline zur blauen Stunde

Neben der Wahl des Standorts konnte ich bei den vergangenen Versuchen auch meine Ausrüstung ausprobieren und optimieren. Ich werde das Bild definitiv mit dem Sigma A 18-35mm ƒ/1.8 aufnehmen, aufgrund der überragenden Schärfe, die das Objektiv liefert. Stativ und Fernauslöser sind ebenfalls klar. Außerdem hab ich immer noch einen schwarzen Pappkarton oder ähnliches dabei, denn die Flößerbrücke wird von starken, vor der Brücke angebrachten Scheinwerfern angeleuchtet – und diese leuchten sonst trotz Gegenlichtblende ins Objektiv und sorgen für unschöne Artefakte im Bild. Meine Graufilter werde ich ebenfalls einpacken. Ich habe zwei Stück: einen 8x und einen 1000x. Damit kann die Belichtungszeit entsprechend verlängern, um das Wasser seidig glatt wirken zu lassen.

Was jetzt noch fehlt: ein Wochentagsabend im Winter, wenn es schon früh dunkel wird und noch viele Büros in den Hochhäusern beleuchtet sind sowie ein interessanter Himmel. Ganz ohne Wolken ist langweilig; zu viele Wolken sind auch schwierig, weil der Himmel dann nicht mehr dunkel wird, sondern die Wolken vom hinter der Stadt liegenden Flughafen angeleuchtet werden. Am meisten interessiert mich dabei die Zeit von Sonnenuntergang bis etwa eine dreiviertel Stunde danach, die sogenannte „blaue Stunde“.

NAHAUFNAHME / MAKRO: AUGE

Makros, oder zumindest mal Nahaufnahmen, gehören ebenfalls zu den Bereichen der Fotografie, die mich reizen. Und zwar, weil sie Details zur Geltung bringen, die man sonst einfach nicht wahrnimmt – entweder, weil sie schlicht zu klein sind oder weil die Motive sich sonst zu schnell bewegen, um sie in Ruhe zu betrachten. Das Thema war mir wichtig genug, dass ich mir im letzen Frühjahr ein dediziertes Makro-Objektiv gekauft habe: das Tamron SP 90mm ƒ/2.8 Di VC Macro. Damit bin ich dann im Lavendelstrauch auf Hummel- und Schmetterlingsjagd gegangen oder habe eine Pusteblume in Groß aufgenommen.

Bei den Recherchen rund um das Thema Makros bin ich im Internet immer wieder auf ein faszinierendes Motiv gestoßen: Nahaufnahmen von Augen. Und das ist zu etwas geworden, wo ich denke: Das will ich auf jeden Fall auch ausprobieren.

Foto-Skizze: Nahaufnahme eines Auges
Foto-Skizze: Nahaufnahme eines Auges

Einige Anleitungen und Hinweise habe ich natürlich schon gelesen, was noch fehlt ist: ausprobieren und machen. So weiß ich zum Beispiel noch nicht, ob ich das Foto besser draußen im Sonnenlicht oder drinnen mit Blitz mache. Wie muss das Licht sein, damit die Details in der Iris gut zur Geltung kommen, aber das Modell nicht geblendet die Augen zukneift und ich mit der Kamera bzw. dem Objektiv keinen Schatten auf das Auge werfe?

MAKRO: EISKRISTALLE / SCHNEEFLOCKEN

Bleiben wir noch für eine weitere Foto-Idee im Makro-Bereich: Eiskristalle und Schneeflocken. Dafür braucht es natürlich vor allem erstmal etwas, was hier in der Gegend nun inzwischen den dritten Winter in Folge absolute Fehlanzeige ist: Schnee. Oder zumindest mal anhaltenden und ausreichend tiefen Frost.

Foto-Skizze: Eiskristall-Makro
Foto-Skizze: Eiskristall-Makro

Ein paar „Testbilder“ mit Raureif konnte ich immerhin schon machen – mit durchaus vielversprechenden Ergebnissen. Aber ich bin mir sicher: Da geht noch mehr. Am liebsten im Streiflicht der tiefstehenden Sonne am frühen Morgen, aber sonst tut es hier auch ein passend positionierter externer Blitz.

BEWEGUNG EINFRIEREN AM SPRINGBRUNNEN

Diese Idee ist praktisch das Gegenteil zur Langzeitbelichtung oben: Hier will ich das Wasser nicht seidig glatt zeigen, sondern mit einer möglichst kurzen Belichtungszeit die Bewegung einfrieren und so jeden einzelnen Tropfen gleichsam schwerelos an der Stelle schwebend einfangen. Mit meiner 760D bedeutet das: 1/4000 Sekunde. Vielleicht schaffe ich ja noch das Upgrade zur 80D, dann geht sogar 1/8000 Sekunde – aber es gibt ja auch noch ein paar andere Prioritäten. So oder so wird auch hier, einfach aufgrund der Lichtstärke, wohl das Sigma A 18-35mm ƒ/1.8 zum Einsatz kommen.

Foto-Skizze: Bewegung einfrieren am Springbrunnen
Foto-Skizze: Bewegung einfrieren am Springbrunnen

Während ich mir beim „wie“ hier schon ziemlich sicher bin, fehlt mir noch das „wo“. Also ein Springbrunnen mit einer schönen Fontäne. Leider ist es so, dass in hier Darmstadt viele Springbrunnen auch im Sommer abgestellt sind – entweder weil das Geld für die Instandsetzung marode gewordener Leitungen und Becken fehlt oder aufgrund mutwilliger Beschädigungen und Verunreinigungen. Bislang hat mir hier noch die Muße gefehlt, gezielt nach Springbrunnen in den umliegenden Städten zu suchen – aber für 2017 hab ich das auf dem Plan. Wenn Ihr Vorschläge habt, wo schöne Brunnen sprudeln, dann freue ich mich über Eure Nachricht!

AUTO-PORTRAIT MIT AUFSTECKBLITZ

Diese Idee ergab sich aus der Stöberei im Internet zur Frage: Was kann man eigentlich alles mit einem externen Blitz machen? Dabei bin ich unter anderem auf ein YouTube-Video von Christian Adams gestoßen und dachte mir direkt: was für eine geniale Idee! Aus vielen Einzelbildern, in denen mit einem normalen Aufsteckblitz jeweils nur ein Teil des Autos beleuchtet ist, wird ein Gesamtfoto mit „Showroom-Feeling“ zusammengesetzt. Praktischer Weise gehört ein würdiges Motiv für so eine Aufnahme seit inzwischen 20 Jahren zu unserer Familie:

Foto-Skizze: Auto-Portrait mit Aufsteckblitz
Foto-Skizze: Auto-Portrait mit Aufsteckblitz

Ich denke noch über einen passenden Ort nach, wo ich das Auto möglichst ohne störende Reflexionen, Spiegelungen oder Hintergrund aufnehmen kann. Vor allem will ich ungestört sein, aber auch niemanden in der Umgebung mit der Herumblitzerei nerven. Ansonsten fehlt es eigentlich nur noch an der passenden Gelegenheit – und natürlich einer frischen Politur für das Schmuckstück.

FLUGZEUGE AM FLUGHAFEN

Flugzeuge haben für mich etwas Besonderes, weil sie für mich vor allem mit einem Gefühl verbunden sind: Fernweh. Oft, wenn ich entweder zu Hause im Garten oder im Büro aus dem Fenster heraus den in die Wolken steigenden Fliegern nachschaue, denke ich mir: Wo fliegen die wohl hin? Wie wäre es, jetzt selber da drin zu sitzen? Und auch wenn ich beruflich tatsächlich immer mal wieder selber drin sitze, so ist es für mich nach wie vor etwas Besonderes, am Flughafen zu sein.

Foto-Skizze: Flugzeuge am Flughafen
Foto-Skizze: Flugzeuge am Flughafen

Ich möchte versuchen, dieses Gefühl irgendwie im Bild festzuhalten. Es gibt am und um den Frankfurter Flughafen eine Reihe von Fotostandpunkten, die sich dafür anbieten. Bis jetzt ist es hier aber bei der Theorie, der Recherche, geblieben – das will ich nächstes Jahr ändern. Also raus an den Flughafen und schauen, wie sich die verschiedenen Perspektiven dann tatsächlich darstellen. Dafür werde ich dann auf jeden Fall mein Teleobjektiv und mein Immerdrauf mitnehmen – und ein Stativ.

WEITERE IDEEN

Ich habe natürlich noch mehr Ideen, auch wenn diese noch nicht so konkret oder ausgereift sind wie die oben vorgestellten und es daher noch nicht in das Stadium Skizze/ Fotowand geschafft haben. Zum Beispiel gibt es hier in Darmstadt mit dem Vivarium einen kleinen, aber feinen Zoo. Vom Schmetterling bis zum Känguru finden sich hier eine Menge potentieller Motive, so dass ich dort unbedingt mal auf die „Pirsch“ gehen will.

Auch im Eisenbahnmuseum werde ich auf jeden Fall wieder nach schönen Motiven suchen, mit besonderen Lichtstimmungen – zum Beispiel wenn die untergehende Sonne den Lokschuppen durch die alten Fenster in orangefarbenes Streiflicht taucht. Oder hinter den Kulissen, mit Einblicken die sonst eher im Verborgenen liegen.

Darüber hinaus halte ich Augen und Kopf offen für weitere Ideen, die sich im Laufe des Jahres ergeben…

KALENDER 2018

Ein Projekt, an dem ich definitiv wieder arbeiten möchte, ist ein Fotokalender. Für 2017 hatte ich aus einem „best of“ meiner Fotos aus dem Zeitraum Oktober 2015 – Oktober 2016 einen Kalender zusammengestellt, mit dem ich einigen Freunden eine große Freude machen konnte. Auch, weil viele Bilder in Größe DIN A2 nochmal eine ganz andere Wirkung entfalten als auf einem kleinen Bildschirm betrachtet. Mit hat dabei besonders die Herausforderung gefallen, für jeden Monat ein passendes Motiv zu finden.

Für 2018 möchte ich das deshalb wieder angehen. Dieses Mal stelle ich mir die Aufgabe, einen Kalender mit Fotos im Hochformat zu gestalten. Ein paar Bilder aus diesem Jahr habe ich bereits in die engere Auswahl genommen – auch wenn es vermutlich nicht alle davon am Ende tatsächlich in den Kalender schaffen werden, weil mit den Schmiede-/Feuermotiven bereits ein paar recht ähnliche dabei sind. Die endgültige Entscheidung werde ich aber erst treffen wenn ich alle Bilder zusammen habe, damit sie am Ende auch zueinander passen.

Kalender 2018
Kalender 2018: Die ersten Kandidaten

Natürlich werde ich auch Ideen von der Fotowand für den Kalender nutzen, auch wenn sich nicht alle Motive einfach so ins Hochformat übertragen lassen. Aber gerade in dieser Herausforderung liegt ja auch der Reiz…

Seid gespannt!
– Jochen =8-)

Bildnachweis: Alle Skizzen und Fotos: eigene Bilder.

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten – genießt die Feiertage mit Euren lieben, lasst es Euch gut gehen, kommt zur Ruhe, und vor allem: bleibt gesund und fröhlich!

Jochen =8-)

Frohe Weihnachten!

In eigener Sache: Bitte einsteigen! Ihre nächsten Verbindungen…

Bilder-Übersicht

Während ich hier so fröhlich Empfehlungen für die Blogs, Videos, Bücher und mehr verteile, die mir beim Einstieg in die Fotografie geholfen haben – und das immer noch tun – stellt sich natürlich die Frage: Und? Was ist dabei heraus gekommen? Hat das alles was gebracht?

Ich für mich kann jedenfalls sagen: Ich mache heute Fotos, von denen ich vor eineinhalb Jahren nicht gedacht hätte, sie selber machen zu können. Und diese Grenze will ich auch in den nächsten eineinhalb Jahren noch weiter ausdehnen. In der Zwischenzeit haben sich natürlich schon eine ganze Reihe Bilder angesammelt, und eine kleine Auswahl davon – sozusagen ein „best of“ – pflege ich auf der Fotografie-Platform 500px.

Einiges davon, gemischt mit einigen älteren Bildern und Handy-Schnappschüssen, findet Ihr auch bei Instagram.

Und zu guter Letzt produziere ich von Zeit zu Zeit auch mal bewegte Bilder; die findet Ihr dann auf YouTube.

Wenn Ihr also mitverfolgen wollt was bei all dem, was ich so finde, hier teile, und lerne herauskommt – dann schaut auch dort vorbei  😀 Die Links dorthin findet Ihr auch immer griffbereit in Form der entsprechenden Icons oben rechts in der Menüleiste.


LINKS: BITTE EINSTEIGEN…

In eigener Sache: Bitte einsteigen!

Bitte Einsteigen!

„Das Problem mit dem Einstieg in die Fotografie ist nicht, dass man keine Informationen dazu findet – sondern viel zu viel davon.“ – Eigene Erkenntnis

Das war zumindest meine Schlussfolgerung, als ich mich dazu entschlossen habe in das Thema endlich „so richtig“ einzusteigen. Bis dahin hatte ich mit meiner ersten Spiegelreflex – einer Olympus E-510 – eigentlich nur geknipst. Ich hatte zwar eine ungefähre Vorstellung von dem, was ich wollte, aber so Themen wie Blende, Tiefenschärfe, Blickwinkel usw. gingen weitgehend an mir vorbei. Ich vertraute weitgehend den Automatik-Programmen. Auch so habe ich ein paar sehr schöne Bilder hinbekommen – aber oft nicht wirklich gewusst, warum.

Im Herbst 2015 ergab sich für mich die einmalige Gelegenheit, in die USA nach Albuquerque, New Mexico, zu reisen. Und dort nicht nur mit der Albuquerque International Balloon Fiesta das weltgrößte Heißluftballontreffen zu besuchen, sondern auch mal nachts in die Berge zu fahren und, weit entfernt vom Licht der Städte und in klarer Bergluft, Sterne zu schauen. Das war die Initialzündung: Wie fotografiert man die Milchstraße – und zwar richtig? Welche Ausrüstung braucht es, welche Einstellungen, wie bearbeitet man die Bilder danach?

Damit begann die Odyssee durch die Weiten des World Wide Web. Zunächst erschlagen von der schieren Menge an Informationen, begannen sich bald die für mich brauchbaren Seiten und Video-Kanäle herauszukristallisieren.

Nun, über ein Jahr später, habe ich einen recht guten Überblick darüber, welche Fotografen, Internetseiten, Blogger, YouTuber und Software mir weiterhelfen, und welche nicht. So entstand im Laufe der Zeit eine Positiv-Liste mit entsprechenden Bookmarks – und natürlich auch eine Negativ-Liste…

Bist Du auch gerade an diesem Punkt? Fotografie interessiert Dich, aber Du weißt nicht, wo Du anfangen sollst?

Dann findest Du hier hoffentlich die passende Einstiegshilfe.

Viel Spaß!
– Jochen =8-)

Titelbild: Eigene Aufnahme, 2012

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